Besuchen Sie die Galerie 1530 auf dem Kunsthof, Marktstraße 1 in Wernigerode.

Öffnungszeiten April bis November:
Dienstag bis Freitag 14.00 bis 17.00 Uhr
Samstag 11.00 bis 17.00 Uhr

Veranstaltungen

Galerie 1530

Malerei und Zeichnung von Jochen Aue

Meister der stillen Poesie

Ausstellung anläßlich seines 80. Geburtstags und seines 10. Todestages

Eröffnung zum Museumsfrühling am Sonntag, dem 26. März 2017 um 11 Uhr - Eintritt frei!

Im November 2017 wäre Jochen Aue 80 Jahre alt geworden. Vor genau zehn Jahren, im September 2007, hatte der Wernigeröder Kunst- und Kulturverein ihm zu Ehren und gemeinsam mit ihm eine umfangreiche Ausstellung zum 70. vorbereitet. Als sie eröffnet werden sollte, war der Künstler unerwartet verstorben. Die Ausstellung fand dennoch statt und wurde von sehr vielen Bewunderern seiner stillen, intensiven Bilder besucht.

„Jochen Aue gehörte unzweifelhaft zu den wichtigsten Künstlern, die nach 1945 in Magdeburg ihr künstlerisches Werk schufen. Anfang der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts gab es in Magdeburg noch heftige Kämpfe unter den schwierigen Bedingungen eines Kunstedikts des sogenannten „Sozialistischen Realismus“ auszufechten. Jochen Aue mußte beispielsweise eine Pressekampagne unter dem Titel „Grau in Grau“ überstehen, weil die allmächtigen Kulturwächter weder die vom Bitterfelder Weg geforderten Werktätigen noch den bonbonsüßen Optimismus in seinen Bildern fanden.

Aue ließ sich nicht beirren und ging nur seinen eigenen Vorstellungen von Kunst nach, womit er auch bald einen aktiven Freundeskreis für sich gewinnen konnte. Der „bittere Feldweg“, wie ihn der Plastiker Fritz Cremer nannte, legte ihm zwar Steine in den Weg, aber die wurden von ihm und seinen Freunden regelmäßig weggeräumt.

„Ein Werk, das nicht darauf abzielt, das Aussehen der Natur wiederzugeben, ist deshalb noch keine Flucht vor dem Leben, sondern möglicherweise ein intensives Eindringen in die Wirklichkeit. Es ist kein Beruhigungs- oder Rauschmittel, nicht nur die Darstellung des guten Geschmacks oder ein Angebot angenehmer Formen und Farben in gefälliger Verbindung, keine Ausschmückung. Bis zum Schluß sah Aue seine Bilder und Zeichnungen als „notwendige Übungen“ an und war immer noch auf der Suche, vor allem nach starker Vereinfachung und Straffung der Form, deren Inneres auszustrahlen vermag. „Einfach und eindringlich und ruhig etwas geheimnisvoll sollen meine Arbeiten sein,“ bekannte er einmal. Jochen Aue - das war ein Meister der Stillen Poesie!“ (Jörg-Heiko Bruns)

Dazu laden wir Sie recht herzlich ein!

Kunst- und Kulturverein
Galerie im ersten Stock

23.07.2017 - 03.09.2017, 11 Uhr
Lutz Friedel, Berlin
Malerei
Eröffnung am Sonntag, dem 23. Juli 2017 um 11 Uhr - Eintritt frei!

07.09.2017 - 01.10.2017, 19.30 Uhr
Sonderausstellung im Ersten Stock
Bettina Feutres-Mrosowski, Paris
Malerei und Filzarbeiten
Eröffnung am 7. September um 19.30 Uhr - Eintritt frei!

17.09.2017 - 29.10.2017, 11 Uhr
Anja Brachmann (Teterow)
Malerei und Zeichnung
Eröffnung am Sonntag, dem 17. September um 11 Uhr - Eintritt frei!

12.11.2017 - 30.12.2017, 11 Uhr
Anna Vonnemann Berlin
Malerei
Eröffnung am Sonntag, dem 12. November um 11 Uhr - Eintritt frei!

Kabarett in der Remise
Historisch-literarischer Salon
Jazzclub Wernigerode

09.09.2017, 20.00 Uhr
Jazz in der Remise

Christina Lux feat.

Oliver George

Christina Lux -
Gesang u. Gitarre
Oliver George - Percussion

Seit Beginn der 90iger ist Christina Lux mit ihren Songs unterwegs. Lux singt mit dieser großen, vielfarbigen und sinnlichen Stimme, die ebenso schmettern, wie zart schmirgeln kann und packt ihre kraftvolle und innige Poesie in berührende Songs. Minimalistisch instrumentierte Geschichten, mit leuchtender Bühnenpräsenz erzählt, machen Lux seit 20 Jahren zu einer der bezauberndsten Songpoetinnen in diesem Land. Ihr aktuelles Album „Playground“ war 2012 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.
Unzählige Konzerte hat sie gespielt und dabei beseelte Menschen hinterlassen. Charismatisch, innig und eigen ist die Musik von Christina Lux. Ohne Brüche mischt sie die englische und die deutsche Sprache, macht ihre Gitarre zu einer ganzen Band und erzählt wunderbare, kleine philosophische Geschichten zwischen den Songs. Glitzerpop ist nicht ihre Sache. Lux strahlt anders. Ihre Musik hat eine berührende Intensität, ist minimalitisch und direkt. Worte und Musik, rütteln an gewohnten Wegen und eingeschlafenen Träumen. Ihre Stimme ist groß, kann erzählen, sanft schmeicheln und unbändig ausbrechen aus dem Gewohnten. Eine Perle im Meer der Songschreiber.


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07.10.2017, 20.00 Uhr
Jazz in der Remise

Josho Stephan Trio

Joscho Stephan -
Sologitarre
Günter Stephan - Rhythmusgitarre
Volker Kamp - Kontrabass

Wie kein anderer prägt Joscho Stephan mit seinem Spiel den modernen Gypsy Swing: Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür, vor allem aber mit atemberaubender Solotechnik hat sich Stephan in der internationalen Gitarrenszene einen
herausragenden Ruf erspielt. Er versteht es wie kein Zweiter, aus der Vielzahl aktueller Gypsy Swing Adaptionen heraus zu ragen, indem er neben den vielen Interpretationen der bekannten Klassiker des Genres den Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Pop liiert. Hier zeigt sich Stephans Stärke als kreativer Visionär. Und das begeistert das junge und alte Konzertpublikum gleichermaßen.
Musikergrößen wie Paquito D’Rivera, James Carter, Charlie Mariano und Grady Tate zeigten sich nach gemeinsamen Auftritten begeistert. Auf dem australischen Kontinent war Joscho Stephan mit Martin Taylor und Tommy Emmanuel auf Konzertreise. Mit seinen eigenen Ensembles hat er auf vielen bedeutenden Festivals in ganz Europa gespielt. Auch in den USA konnte er mit Konzerten u.a. in Nashville, Chicago, San Francisco, Detroit oder im legendären Jazzclub Birdland und dem Lincoln Center in New York begeistern.


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28.10.2017, 18.00 Uhr
Jazz & Schokolade zur
ChocolART
im Winkeller
1360 im Travel Charme
Hotel Gothisches Haus
(Marktplatz 2)

Jazz-Menü und Konzert mit Ansgar Specht & Smartgroove

Toshie Seo - Keyboard
Axel Senge - Saxophon
Reinhard Glowazke - Bass
Udo Schräder - Schlagzeug
Ansgar Specht - Gitarre

Eine geschmackvolle Liason: Jazz ist verführerisch und kann, wie Schokolade, süchtig machen – genau wie das durch hochwertige Schokoladen ergänzte Menü unseres Küchenchefs, begleitet von feinsten Jazz-Klängen.
im Winkeller 1360


Menüservice:
18.00 – 20.00 Uhr
3-Gänge-Schokoladenmenü
inkl. Aperitif
schokoladige Überraschung

Jazzkonzert:
20.00 - ca. 22.00 Uhr
Preis pro Person 59,00 €

Ansgar Specht & Smart Groove:
Der Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Funk, Blues, Soul und Pop, analog zur Entwicklung des Gitarrenstils von Ansgar Specht, der in den letzten Jahren vermehrt Elemente dieser Musikformen einbezogen hat - auch in Rückbesinnung auf seine musikalischen Wurzeln. Und der Jazz schaut immer wieder gerne um die Ecke. Freuen darf man sich auf eine abwechslungsreiche Reise durch die Welt der durchaus tanzbaren Musik, angeführt von Gitarre und Saxofon.


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11.11.2017, 20.00 Uhr
Classical Guitar

Malte Vief - Gitarre
Wolfgang Stute - Gitarre

Malte Vief:
„HeavyClassic“ – konzertante Musik, die rockt! Der Gitarrist Malte Vief ist sowohl Musiker als auch Komponist. Aus klassisch-konzertanten und rockigen Elementen sowie folkloristischen Anklängen hat der Künstler mit den Jahren einen ganz persönlichen Stil kreiert, den er selbst als „HeavyClassic“ bezeichnet. Seine musikalischen Wurzeln liegen unverkennbar im Bereich einer klassischen konzertanten Ausbildung, doch lässt sich Viefs Musik nur schwer einem bestimmten Genre zuordnen.
Mit „HeavyClassic“ und „Antigo“ wurde Vief vom Magazin Gitarre und Bass bereits zweimal als Newcomer des Monats ausgezeichnet.

Wolfgang Stute:
Selbst komponierte Titel waren für Wolfgang Stute der Ausgangspunkt seines Konzertlebens. Heute bietet der in Hannover lebende Musiker dem Publikum eine bunte, spannende und interessante Mischung bewegender Musik mit Elementen aus Latin, Flamenco und Jazz und übersetzen die Atmosphäre in musikalischen Genuss: VielSaitige, weltoffene, akustische Musik. Zum Träumen und vor Spannung berstend. Spielfreudig und virtuos vorgetragen. Einzigartig!
Er überzeugt nicht nur durch technische Perfektion und souveräne Musikalität, sondern auch durch ihre ungebrochene Spielfreude.


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18.11.2017, 20.00 Uhr
Jazz in der Aula
des Gerhart-Hauptmann-
Gymnasiums

Y O U N E E

Piano solo

Die von den begeisterten Medien als Star-Pianistin bezeichnete Komponistin und Singer-Songwriterin, beweist auch 2016 mit ihrem zweiten Album ‚MY PIANO’ eindrucksvoll, dass sie zu den Innovativsten gehört! Waren für ihr Bestseller-Charts stürmendes deutsches Debut-Album ‚Jugendstil’ noch Mozart, Beethoven, Rachmaninoff und andere ‚Klassiker’ für sie Inspiration, so zündet YOUNEE auf ihrem neuen Album mit atemberaubender Fingerfertigkeit und elf Eigenkompositionen ein brillantes Feuerwerk zwischen Furioso und Pianissimo, nimmt den Hörer mit auf eine hochemotionale Reise in eine neue Welt der Klaviermusik. Bis zum letzten Ton passiert alles intuitiv, spontan, unerwartet, ohne in kitschige Gefilde oder in eine Virtuosität um der Virtuosität willen abzugleiten. Für Younee ist die Musik eine grenzenlose Spielfläche, um ihre musikalischen Fantasien auszuleben. Dieses Territorium hat weder geografische noch stilistische oder genrebedingte Grenzen. Anything goes – alles ist möglich. Younee ist immer für Überraschungen gut – heute, morgen und übermorgen. YOUNEE gehört zu den wenigen Klassik-Pianistinnen, die genreübergreifend ebenso auf Jazz-, Pop- und Rockbühnen zuhause ist. Nordwestradio Dr. Wolfgang Rumpf (Musikredakteur bei Nordwestradio Kultursender Radio Bremen): „...Younee‘s CD My Piano, ist ein Keith Jarrett up-date in der Klassik...“


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09.12.2017, 20.00 Uhr
Jazz in der Remise

N I N I W E

Lena Sundermeyer –
Gesang
Caroline Krohn – Gesang
Winnie Brückner – Gesang
Hanne Schellmann – Gesang

Niniwe präsentiert sich hauptsächlich mit eigenen Stücken, die - vorwiegend von Winnie Brückner komponiert - oftmals sehr dicht gesetzt sind und eine ganz eigene Klangästhetik aufweisen. Ihre Musik möchte man am ehesten dem Jazz zuordnen, ist dieser doch ein Synonym für Neuartiges, für Verschmelzung und Neudefinierung verschiedenster Musikstile. So finden sich auch Anleihen aus der klassischen Musik, sowie aus dem Pop - und Worldmusic-Bereich wieder. Bereichert wird das Repertoire durch Bearbeitungen von Stücken aus Jazz und Klassik. Improvisation spielt ebenso eine Rolle wie das Ausloten von Sound und Groove allein mit den Möglichkeiten der Stimme. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 beschreitet Niniwe ganz eigene Wege in der Vokalmusik. Konzertreisen führten das A Cappella Ensemble nicht nur durch ganz Deutschland, sondern auch nach Taiwan, Spanien, Italien, Frankreich, Belgien, Ungarn, Dänemark, Finnland, Österreich und in die Schweiz.

„Vier Frauenstimmen, sonst nichts. Und doch viel mehr. Sie zelebrieren Modern Jazz a cappella in allen Facetten.“
Birgit Hendrich, Leipziger Volkszeitung


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Museum Schiefes Haus

Fotografie von Frank Bilda – Glasfenster von Günter Grohs

Frank Bilda, Jahrgang 1964, lebt und arbeitet als selbständiger Fotograf in der Nähe von Quedlinburg. Er studierte die Fotografie bei Stefan Maria Rother in Berlin. Der Schwerpunkt seiner Arbeiten liegt in der Architektur-, Industrie- und Interieurfotografie sowie in der Fotokunst, in der zum Teil überzogene Szenarien thematisiert werden.
„Die Fotografie ist für mich einerseits ein Mittel, um die architektonische Kombination von Form, Raum und Farbe zu dokumentieren; andererseits bin ich mit meiner Fotografie in der Lage, die Zufälligkeit der Wahrnehmung von Architektur gezielt zu unterbrechen oder zu reduzieren. Durch die Komposition des Bildes entdecke ich eine Vielzahl an Möglichkeiten für die perfekte Präsentation der architektonischen Idee...“
 
„Die Stadt Wernigerode, die Günter Grohs heute (2007) ihren Kunstpreis verleiht, ehrt in ihm eine Persönlichkeit, die ihren Platz in der ersten Reihe der deutschen Glasgestalter behauptet. Das Verzeichnis der architekturgebundenen Arbeiten nennt inzwischen mehr als 150 Ortsnamen. Sein Werk umfasst kleine Kabinettscheiben und Glasfenster für Wohnhäuser ebenso wie glasmalerische Konzeptionen größten Stils für Kathedralen wie die Dome von Halberstadt und Bamberg. ...Unter den Glasmalern der halleschen Schule, aus der Günter Grohs hervorgegangen ist, ist er in ganz Deutschland der bekannteste und gefragteste. ...Günter Grohs ist zurückhaltend und wählerisch im Umgang mit der Farbe. Das Bunte und Gefällige ist ihm fremd...die poetischen Atmosphären, die seine Entwürfe erzeugen, sind von großer Helligkeit und Frische, dabei still,  feierlich und kontemplativ...“ – Aus der Laudatio von Dr. Holger Brülls zur Kunstpreisverleihung.

Frank Bilda und Günter Grohs haben sich vor 10 Jahren in einer Glaswerkstatt kennengelernt. Beide entdeckten schnell viele Gemeinsamkeiten. So unter anderem ihre Leidenschaft für Licht, Dunkelheit, Räume und Perspektiven. Daraus ist nicht nur eine enge Zusammenarbeit entstanden, sondern eine intensive Freundschaft, in der beide jeweils im Prozess des Entstehens der Werke einbezogen sind und sich manchmal sogar ergänzen. In dieser Ausstellung werden Fotografien einer Auswahl von Werken des Wernigeröder Glaskünstlers Günter Grohs gezeigt, die zwischen 2012 und 2016 entstanden sind.

Ankündigung: Neue Ausstellung ab 16. September 2017

Rainer Ehrt
Bruder Luther – Zeichnungen zum Reformationsjubiläum
Eröffnung am Freitag, dem 15.9.2017 zum Kulturklint um 17 Uhr mit einem Künstlergespräch

Kloster Ilsenburg

Archiv

2016: Harzansichten 1780 bis 1813

Die Kulturstiftung Wernigerode und Herr Dr. Peter Bode, ein Hamburger Privatsammler, haben sich zu einer besonderen Ausstellung zusammengetan. Mehr als einhundert sehr seltene, zumeist großformatige Harzansichten, die in den Jahren zwischen 1780 und 1830 entstanden sind, werden hier gezeigt – in solch einer Fülle wohl zum ersten Mal. Diese bedeutende Sammlung hat Herr Dr. Bode in über 50 Jahren kontinuierlich und kenntnisreich bei Kunsthändlern und auf Auktionen zusammengetragen. Die vorherrschenden Techniken dieser Ansichten sind Umrißradierung, Aquatinta-Radierung und ab etwa 1820 die Lithografie.

Die Ausstellung bietet Ihnen eine Leistungsschau einer nur etwa 50 Jahre umfassenden Periode, die geprägt ist durch die Entwicklung der genannten Vervielfältigungstechniken.

Kunstgeschichtlich bewegen wir uns in der Übergangszeit vom Spätrokkoko zum Klassizismus, der „Goethezeit“. Aber es ist auch die Zeit französischer Fremdherrschaft, der Armut unter Napoleon und schwieriger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Verhältnisse.

Zur Ausstellung erschien ein reich bebilderter Begleitband mit Texten von Dr. Peter Bode, Dr. Uwe Lagatz und Claudia Grahmann, herausgegeben von Rainer Schulze.
Verlag Jüttners Buchhandlung Wernigerode. Preis 24.50 €

Der Band enthält Ansichten aller ausgestellten Bilder in Farbe, genaue Angaben zu Malern, Stechern, Radierern, Verlegern, Texte zu den Zeitumständen, Angaben aus historischen Reiseführern der abgebildeten Orte. Ferner werden Erläuterungen zu den verwendeten Reproduktionstechniken und den Merkmalen der unterschiedlichen Kolorierung gegeben. Die Publikation ist Nachschlagewerk, Bibliografie, Quellenangabe und attraktiver Bildband zugleich und damit eine Fundgrube für Sammler und Liebhaber historischer Harzansichten. Sie füllt eine Lücke in Darstellung und Dokumentation dieser Vedutenmalerei.

2014: Der Brocken - Eroberung eines Berges

Brockentourismus hat Konjunktur. Kein Berg in Deutschlands Norden erfreut sich so anhaltender Popularität wie der höchste Harzgipfel – und dies seit Jahrhunderten. Selbst Stacheldraht und Mauer konnten zwischen 1961 und 1989 nicht verhindern, dass der Brocken der „Sehnsuchtsberg“ vieler Deutscher blieb. Im Gegenteil: Seine Sperrung unter den Bedingungen des Kalten Krieges beförderte den historisch gewachsenen Mythos sogar noch. Seit Dezember 1989 strömen jährlich weit über eine Million Besucher auf Norddeutschlands höchsten Berg. Kein Wunder, ist doch eine Visite des Gipfels – egal ob zu Fuß, mit der Kutsche oder per Schmalspurbahn – ein Muss, wenn nicht sogar der Höhepunkt einer jeden Harzreise. Viele der Gäste erliegen der Faszination des Berges sogar derart, dass sie wieder und wieder kommen. Nicht zu vergessen die Harzer selbst, die der Brocken in seinen Bann geschlagen hat. Für Wernigerode, zu dessen Stadtgebiet der sagenumwobene Gipfel seit 2009 gehört, ist dieser nicht nur einfach der Hausberg, sondern vor allem ein gewichtiges touristisches Attribut, das es gleichermaßen zu pflegen und zu entwickeln gilt. Einblicke in die traditionsreiche Geschichte des Brockens können dabei helfen, die große Anziehungskraft des Berges zu verstehen und auf dieser Grundlage Konzepte für seine künftige Nutzung und Vermarktung zu entwickeln.

Unsere Ausstellung „Der Brocken – Entdeckung eines Berges“ verdeutlicht die entscheidende Rolle des Brockens für die touristische Entdeckung des gesamten Mittelgebirges. Bisher konnte diese Rolle noch nie so tiefgründig behandelt werden, wie es die vorliegenden Quellen ermöglicht und die Bedeutung des Brockentourismus erfordert hätten. Und es gibt Bilder zu sehen, die bisher unerkannt in den Archiven lagerten. Eine spektakuläre Ausstellung und ein außergewöhnlicher Begleitband. (160 Seiten mit 130 Abbildungen, Jüttners Verlagsbuchhandlung 2014 (Preis: 24.50 €)

2013: Schokolade in Wernigerode

Unsere Ausstellung zeigt die Entwicklung der Schokoladenindustrie in Deutschland bis 1945 und die Wernigeröder Schokoladentradition, die vor 165 Jahren durch einen Wernigeröder Kaufmann begründet wurde. Wir zeigen den Weg der Schokolade vom privilegierten Produkt zum Massenartikel, der auch in Wernigerode mitbestimmt wurde. Heute haben wir in der Stadt einen der größten Schokoladenproduzenten Europas. Hier wurde übrigens vor 85 Jahren durch Karstadt die Schokoladenmarke „Argenta“ begründet! Also gerade der richtige Ort und Zeitpunkt für eine solche Ausstellung. Seit 2002 recherchiert und sammelt Jürgen Will zum Thema Schokolade. Bis heute hat er einen unglaublichen Fundus zusammengetragen, der übrigens immer noch weiter wächst. Sie werden Bekanntes und Seltenes, Ungewöhnliches, kunstvoll Gestaltetes oder einfach Praktisches finden. Lassen Sie sich verzaubern und faszinieren von Pralinenschachteln, Kakaodosen, Schokoladeneinschlägen, Emaillieschildern, Porzellan, Schriftstücken und Werbeartikeln und vielem Anderen. Sicher werden Sie sowohl überrascht und erfreut sein. Ausstellungen gab es schon im Schloß Wernigerode, in Celle und Bernburg.

2011: Harztourismus seit 1550 (Hercynia curiosa)

Die Ausstellung Hercynia Curiosa wurde als Gemeinschaftsproduktion der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, des Instituts für Geschichte der Otto-v.-Guericke-Universität Magdeburg und der Kulturstiftung Wernigerode mit Unterstützung der Sparkassenstiftung Harz, der Stadtwerkestiftung Wernigerode, der Wernigerode Tourismus GmbH, der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, der Reddersen-Stiftung, der Harzer Schmalspurbahnen realisiert. Eröffnung war am 13. April 2011, um 19.30 Uhr in der Galerie 1530 auf dem Kunsthof, Marktstraße 1. Zur Eröffnung sprachen Prof. Dr. Konrad Breitenborn, (stellv. Direktor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt), Peter Gaffert (Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode) und Dr. Uwe Lagatz (Wiss. Mitarbeiter am Institut für Geschichte der O.-v.-Guericke-Universität, Magdeburg). Die Ausstellung wurde bis zum 10. Dezember 2011 gezeigt und hatte in dieser Zeit rund 8000 Besucher, die sich begeistert über die Vielzahl von Exponaten, die anregende Präsentation und die professionelle Ausstellungsgestaltung geäußert haben. Während der Ausstellung wurden zahlreiche Führungen von Dr. Uwe Lagatz und Claudia Grahmann durchgeführt, Vorträge zum Harztouismus rundeten das Angebot ab. Insgesamt ist das Projekt Hercynia Curiosa als außerordentlich erfolgreich zu bezeichnen und Ihre Unterstützung war dazu ein unverzichtbarer Beitrag. Zur Ausstellung ist ein Begleitband erschienen, der zahlreiche Abbildungen enthält und die Geschichte des Harztourismus beschreibt.

2010: Karl-Heinz Ziomek

Am Donnerstag, den 15. April 2010, um 19.30 Uhr eröffnet die Galerie 1530 auf dem Kunsthof, Marktstraße 1 die Ausstellung mit Skulpturen zum 80. Geburtstag von Karl-Heinz Ziomek und Pastellen der Halberstädter Malerin Anndore Policek.
Jeder in Wernigerode kennt Karl-Heinz Ziomek! Den Kulturpreisträger, den Holzschnitzer, dessen Arbeiten in der Stadt kaum zu übersehen sind. Von der Weihnachts-Krippe in der Johanniskirche bis zu Figuren im Foyer und einer geschnitzten Platte im Festsaal des Rathauses – Ziomeks Arbeiten sind aus der Stadt nicht wegzudenken. Jetzt wird der vielseitige Künstler 80 Jahre alt. Deshalb widmen wir ihm bis zum August eine Ausstellung in der Galerie 1530 auf dem Kunsthof. Annedore Policek lebt in Halberstadt, sie gehört zu den Künstlerinnen in unserer näheren Umgebung, deren Arbeiten trotz räumlicher Nähe noch nicht oft in Wernigerode zu sehen waren. Nun zeigt sie Pastelle, die zu den Holzarbeiten von Karl-Heinz Ziomek in einer wunderbaren Beziehung stehen. Ihre Pflanzen, Bäumen, Stimmungen bilden eine großartige Ergänzung der geschnitzten Werke.

2009: Walter Herzog von 1963 bis 1980

Architekt, in Berlin tätig, hat sich autodidaktisch seit 1969 mit Zeichnungen und Radierungen befasst. Seit 1980 arbeitet er als freier Graphiker. Von Anfang an neigte sich das graphische Schaffen der Landschaft zu, in der der Mensch Spuren hinterlassen hat. Allerdings scheinen diese Spuren verweht, sind Teil geworden des Werdens und Vergehens. Dass Walter Herzog einer der wichtigsten Zeichner und Radierer der Gegenwart ist, muss nicht wiederholt werden. Aber was lässt sich zu seinen neuen Blättern sagen? Die alten Göttinnen traten lange Zeit bei Herzog nur aus dem Marmor hervor. Heute finden wir auch junge Göttinnen mit herausforderndem Blick, tanzende Kinder und lauernde Katzen. Geblieben sind die einsamen Bäume an Weihern und Kanälen, hohe Ruinenbögen, verlassene Wege und Brücken. Walter Herzog arbeitet noch immer am Rand der Märkte, fern des tosenden Zeitgeists. Auch wer seit 40 Jahren an den Steilufern von Rügen wandert, kann doch auf seinen Blättern Dinge entdecken, die nicht jedermann dort sieht: Drachen aus Treibholz und Wurzelgeflecht, Götterversammlungen aus Buhnen und Findlingen, Wassergeister in sprühender Gischt. – Seine Bilder wollen uns nicht mit dem uralten Kreislauf von Werden und Vergehen versöhnen, aber sie helfen, ihn deutlicher zu sehen: in all seiner Schönheit und mit all seinem Schrecken.

2008: Elise Crola

Elise Crolas Leben umfasste sieben Jahrzehnte. Die junge Frau hatte in ihrer ersten Ehe ein fröhliches und lusterfülltes Leben kennen gelernt. Aus dieser Zeit sind wenige Belege über eine künstlerische Tätigkeit vorhanden. Erst nach der Scheidung begann sie wieder, mehr zu zeichnen. Schon während der Ilsenburg-Aufenthalte, vor der Heirat mit Crola, entdeckte sie die Landschaft für sich. Die einsame Zeichnerin am Ufer der Ilse, wie die Ilsenburger sie erlebten, flüchtete wohl in ihre Kunst vor den Erinnerungen an Lust und Leid der gescheiterten Ehe. Zum eigenen Erleben der Landschaft kam, dass sie mit Crola einen Maler kennen lernte und heiratete, der ein hervorragender Schilderer der Natur war. Auf Spaziergängen, Wanderungen und Reisen entstanden Zeichnungen und Aquarelle, die das gemeinsame Schaffen belegen. Aber sich ganz der Kunst zu widmen, war für eine Frau um 1840 in Preußen schon ungeheuer schwer. Der Wandel im Geschlechtsbild der Frau begann seine Wirkungen zu zeigen. So wurde Elise Crola Hausfrau und Mutter und durch ihr soziales Engagement zur Wohltäterin der Alten und Armen. Für ihre Kunst blieb wenig Zeit. Umso erstaunlicher ist der Umfang ihres hinterlassenen Werkes.

Impressum

Galerie 1530 der Kulturstiftung Wernigerode
Vorstandsvorsitzender: Rainer Schulze
Westernstraße 10, 38855 Wernigerode
Tel. 03943 69 110
Mail: buchhandlung@juettners.de
StNr. 117 143 46 786


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