Besuchen Sie die Galerie 1530 auf dem Kunsthof, Marktstraße 1 in Wernigerode.

Öffnungszeiten April bis November:
Dienstag bis Freitag 14.00 bis 17.00 Uhr
Samstag 11.00 bis 17.00 Uhr

Veranstaltungen

Galerie 1530

Alte deutsche Kinderbücher | August bis November 2019

Dieses Mal zeigt die Galerie 1530 etwas sehr Außergewöhnliches. Kinderbücher von 1687 bis 1980, also aus einer langen Zeit kultureller Geschichte. Kinderbücher wurden von den Bibliotheken eher vernachlässigt. Ob aus Geldmangel, oder weil das Sujet als nicht so wichtig klassifiziert wurde - Kinderbücher sind in vielen großen Bibliotheken oft nur am Rande vertreten. In Wernigerode begann der Buchhändler Paul Schulze vor mehr als 100 Jahren Kinderbücher aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu sammeln. Ein Teil dieser Sammlung wird nun zum ersten Mal öffentlich gezeigt.

 

Alte Kinderbücher üben einen eigenartigen Reiz aus. Sei es, dass wir Spuren erkennen, die Kinderhände früherer Generationen hinterlassen haben - ein Zeichen, dass sie gelesen wurden, und gewiss erfreut haben - sei es, dass Erinnerungen an die eigenen Kinderbücher eine rührende Beziehung zu ihnen herstellen. Die detailgetreuen und meistens kolorierten Illustrationen vermitteln oftmals den Eindruck einer vergangenen idyllischen Welt, der Text liefert uns trotz seiner oft didaktischen Spröde Einblick in die damaligen Lebensverhältnisse der Kinder.

 

Unser ältestes Buch für Kinder stammt vom Ende des 17. Jahrhunderts. Es folgen Kinderbücher ab 1830 - meistens kleine Bändchen mit liebevollen, von Hand kolorierten Illustrationen.

Schon um 1860 zeigt sich die rasante Entwicklung auf drucktechnischem Gebiet auch im Kinderbuch. Die Strichätzungen ersetzten Stahlstich, Holzschnitt und Lithographie; in "Chromotypie" gedruckt und daher illustriert mit üppigen Farben.

Kinderbücher aus dem 20. Jahrhundert vervollständigen die Ausstellung. So gibt es einige Beispiele aus der Produktion der DDR zwischen 1950 und 1985, die außergewöhnlich schöne Kinderbücher hervorgebracht hat. Die Bestände des Kinderbuchverlags wurden vom Beltz-Kinderbuchverlag übernommen und erscheinen jetzt vielfach in Nachauflagen. Leider ist das den Ausgaben des Altberliner Verlages und des Alfred-Holz-Verlages nicht vergönnt. So kann man einige hier wenigstens nochmal sehen.

 

Unsere Ausstellung erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, sie kann nur ein kleiner Ausschnitt aus einer schier unübersehbaren Fülle von Kinderbüchern sein. Aber sie kann anregen, sich mit der Materie ein wenig zu beschäftigen, in Erinnerungen zu schwelgen oder das ein oder andere eigene alte Kinderbuch wiederzuentdecken.

 

Dazu sind Sie herzlich eingeladen!

 

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 14 - 17 Uhr
Samstag 11 -17 Uhr
Montags und Sonntags geschlossen

 

Eintritt frei

Kunst- und Kulturverein
Galerie im ersten Stock

10. Februar bis 24. März 2019

Inge Jastram und Line Jastram

GRAFIK - SCHMUCK, OBJEKTE

Eröffnung am Sonntag, dem 10. Februar 2019, um 11 Uhr - Eintritt frei!

 

 

31. März bis 12 Mai 2019

Bernd W. Papke

MALEREI & FARBHOLZSCHNITTE

Eröffnung am Sonntag, dem 31. März 2019, um 11 Uhr - Eintritt frei!

 

 

19. Mai bis 30. Juni 2019

Frank Schauseil und Hartmut Opitz

PLASTIKEN UND OBJEKTE FOTOGRAFIEN

Eröffnung am Sonntag, dem 19. Mai, um 11 Uhr - Eintritt frei!

 

 

7. Juli bis 18. August 2019

Manfred Zoller

MALEREI

Eröffnung am Sonntag, dem 7. Juli, um 11 Uhr - Eintritt frei!

 

 

 25. August bis 6. Oktober 2019

Brigitte, Reinhard & Robert Meyer

MALEREI, ZEICHNUNGEN, COLLAGEN, OBJEKTE

Eröffnung am Sonntag, dem 25. August, um 10:30 Uhr - Eintritt frei!

Anschließend Hoffest mit Jazz-Casino. Es spielen Brigitte, Reinhard und Robert Meyer.

 

 

13. Oktober bis 23. November 2019

Hans P. Szyszka und Eberhard Szejstecki

MALEREI UND PLASTIK

Eröffnung am Sonntag, dem 13. Oktober, um 11 Uhr  - Eintritt frei!

 

 

1. Dezember 2019 bis 5. Januar 2020

Korvin Reich

MALEREI

Eröffnung am Sonntag, dem 2. Dezember, um 11 Uhr  - Eintritt frei!

 

 

 

 

 

Remise

Bal Folk Sessions Wernigerode

Seiteneingang Unterengengasse | 19:30 Uhr

Was ist Bal Folk?

Tänze aus aller Welt mit traditionellem Hintergrund, in Reihen, Kreisen, Gassen oder paarweise - sportlich oder mediativ. Freude haben und genießen, bewegen und Leute treffen. Für Alt und Jung. Grundlagen lernen durch Mittanzen ohne Vorkenntnisse.

 

Musik?

Folk. Mit tiefen Wurzeln, aber frischen Sounds.

 

Wer?

Jeder kann mitmachen. Kommt einfach vorbei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Kosten?

3 Euro (Schüler/Studenten kostenfrei)

 

21. November 2019 (Donnerstag)

3. Dezember 2019 (Dienstag)

17. Dezember 2019 (Dienstag)

16. Januar 2020 (Donnerstag)

28. Januar 2020 (Dienstag)

13. Februar 2020 (Donnerstag)

25. Februar 2020 (Dienstag)

19. März 2020 (Donnerstag)

31. März 2020 (Dienstag)

 

Kabarett in der Remise

Fußpflege Deluxe | Weihblick + Rücknacht

7. Dezember 2019 | 19:30 Uhr | Remise

Eintritt 12 Euro, Einlass ab 19:00 Uhr

Das Weihnachts-Special

Weihblick und Rücknacht ist kein gewöhnliches Weihnachts-Special… genauso wenig, wie Fußpflege Deluxe ein gewöhnliches Kabarett-Duo sind. Denn sie stellen die richtigen Fragen zu den festlichen Tagen:
Was tun mit störenden Verwandten? Wie verbringt man eigentlich die Weihnachtszeit im mittleren Westen der USA? Und was ist die Mikrobe des Jahres?

Auf all diese und noch mehr Fragen geben Fußpflege Deluxe in ihrem Weihnachts-Special eine Antwort. Auch, wenn Sie die vorher gar nicht wissen wollten: Nach diesem Abend werden Sie sich fragen, wie sie jemals ohne diese Antworten leben konnten.

Lassen Sie sich entführen in eine Weihnachts-Show, die tatsächlich ihresgleichen sucht, denn hier ist alles anders: Besinnlichkeit ohne Kitsch, Jahresrückblicke ohne erhobenen Zeigefinger und Absurdität verpackt in glitzerndes, gutgelauntes Lametta.

Dieses Weihnachts-Special macht so süchtig, Sie wollen es jedes Jahr sehen. Für immer und ewig.

Foto: Arthur Pluta Photographie
Historisch-literarischer Salon

Juli
Dienstag, 23.7. 2019, 19.30 Uhr
„Eduard Graf von Keyserling - baltischer Adel im Untergang“
Prof. Dr. Helga Neumann, Wernigerode

August
Dienstag, 13.8.2019, 19.30 Uhr
„Isabel Allende – eine bedeutsame Schriftstellerin oder die lateinamerikanische Rosamunde Pilcher?“
Ludwig Hoffmann, Wernigerode

September
Dienstag, 17. 9. 2019, 19.30 Uhr
„Mauerblümchen“
(Vielfalt Pflanzlicher Ornamente an Bauwerken)
Dr. Hans- Ulrich Kison, Quedlinburg

Oktober
Dienstag, 15. 10. 2019, 19.30 Uhr
„Hamlet“
Einführung zur Theater- Aufführung am 18.10.2019
Dr. Martina Tschäpe, Wernigerode
Freitag, 18.10. 2019, abends
Theaterfahrt Halberstadt
„Hamlet“

November
! Mittwoch, 27.11. 2019, 19.30 Uhr
„Adolph Freiherr von Knigge war kein Freund von Anstandsregeln“
Dr. Dagmar Heuck, Wernigerode


Dezember
Kein Salon

 

 

Jazzclub Wernigerode

26. Januar 2019, 20 Uhr

Aula Gerhart-Hauptmann Gymnasium, Westernstraße

JAZZRAUSCH  BIGBAND

 

 

 

 

DANCING WITTGENSTEIN

23. März 2019, 20 Uhr

Remise

JÖRG HEGEMANN TRIO

 

 

 

Jörg Hegemann - Piano

Django Kroll - Bass

Jan Freund - Drums


www.jazzclub-wernigerode.de

18. Mai 2019, 20 Uhr

Aula Gerhart-Hauptmann Gymnasium, Westerstraße
INGA RUMPF & FRIENDS

 

 

 

 

Inga Rumpf - Gesang u. Gitarre

Joe Dinkelbach - Orgel u. Piano

Thomas Biller - Bass

Robin Fuhrmann - Schlagzeug

Martin Scheffler - Gitarre

 


www.jazzclub-wernigerode.de

25. August 2019, 12 Uhr
Kunsthof
JAZZ-BRUNCH mit JAZZ-CASINO

 

Brigitte Meyer - Gesang

Reinahrd Meyer - Schlagzeug

Robert Meyer - Piano


www.jazzclub-wernigerode.de

14. September 2019, 20 Uhr

Remise
MILT JACKSON PROJECT

 

 


Matthias Strucken - Vibes

Martin Sasse - Piano

Matthias Nowak - Bass

Leif Battermann - Drums

 

www.jazzclub-wernigerode.de

12. Oktober 2019, 20 Uhr
Turbine 19, Feldstraße

STEPHANIE LOTTERMOSER

 

 

 

 

 

 

Stephanie Lottermoser - Saxophon und Gesang

Lars Cölln - Gitarre

Till Sahm - Keybord

Thomas Stieger - Bass

Felix Lehmann - Drums


www.jazzclub-wernigerode.de

02. November 2019, 18 Uhr

Winkeller 1360
"Jazz & Schokolade" zur ChocolART

KAMA Quartet

 

 

 

Katharina Maschmeyer - Saxophon

Nils Pollheide Gitarre und E-Bass

Philipp Rüttgers - Keybords

Jens Otto - Schlagzeug

Nippy Noya - Percussion

 


www.jazzclub-wernigerode.de

09. November 2019, 20 Uhr
Remise
ACOUSTIC GUITAR

"Fiesta del ritmo" Latin meets Flamenco

 

 

 

 

El Macareno - Gitarre

Silvio Schneider - Gitarre

 

www.jazzclub-wernigerode.de

Museum Schiefes Haus

"Eine Stadtkrone für Halle Saale - Digitale Interpretationen der Entwürfe von Walter Gropius"

Die Ausstellung fokussiert mittels computergestützter Darstellungen einen Wettbewerbsentwurf von Walter Gropius aus dem Jahr 1927/1928. Zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum wird dieses Projekt neu ins Licht der Öffentlichkeit gerückt.

 

Zur Teilnahme an dem hochkarätigen Wettbewerb wurden die bedeutendsten Architekten des „Neuen Bauens“ in Deutschland eingeladen: Walter Gropius, Hans Poelzig, Peter Behrens, Emil Fahrenkamp, Paul Bonatz und Wilhelm Kreis. Auch zahlreiche hallesche Architekten und Künstler reichten Entwürfe ein, darunter Karl Völker und Richard Schmieder.

 

Neben Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier gilt Walter Gropius als Mitbegründer der modernen Architektur. Er ist Gründer des Bauhauses. Er trat für die Rationalisierung des Baugewerbes ein und beschäftigte sich mit städtebaulichen und sozialen Problemen, dem "Massenwohnen" unserer Gegenwart. 1934 emigrierte Walter Gropius nach Anfeindungen durch die Nationalsozialisten Deutschlands nach England und später in die Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Entwürfe zum Wettbewerb einer "Stadtkrone" von Halle wurden nie umgesetzt.

 

Die 3D-Visualisierungen wurden im Rahmen des Ausstellungsprojektes "Eine Stadtkrone für Halle Saale. Walter Gropius im Wettbewerb" der Stiftung Moritzburg im Jahr 2011 erstmals gezeigt und in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Christine Fuhrmann an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle von Prof. Bernd Hanisch und Daniel Ackermann erarbeitet.

Aus Anlass des Bauhausjubiläums hat das Team Stadtkrone.VR der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle die 3D-Visiualisierung überarbeitet und als interaktive Virtual Reality Anwendungen realisiert: In der aktuellen Ausstellung des Kunstmuseums Moritzburg in Halle können die Besucher mittels VR-Technik im digitalen Museum den nahezu vollständigen Sammlungsbestand zur Moderne der Moritzburg um 1930 erleben. In der historischen Turnhalle im Volkspark in Halle ist in einer VR-Installation begehbar und dadurch die Dimensionen und Ästhetik des Entwurfs immersiv erfahrbar. Erstmals ist es zudem auch möglich die Stadthalle mit der einzigartigen Konzerthalle im Inneren interaktiv zu betreten.

 

Die 3D-Darstellung macht es möglich, sich an beliebigen Standpunkten auf dem virtuellen Gelände zu bewegen und gibt eine Antwort auf die Frage, wie die Stadtkrone für Halle Saale ausgesehen hätte, wenn Walter Gropius den Entwurf seinerzeit ausgeführt hätte. Weiterführend wird der Versuch unternommen, die Ästhetik des modernen Bauens und die Entwürfe von Gropius aus dem Jahr 1927/1928 jenseits physischer Realität mittels bildhafter Auszüge einer Echtzeitvisualisierung über sogenanntes 3D-Rendering erfahrbar zu machen. Die Vernissage startet am 24. Oktober um 19:30 im Museum "Schiefes Haus" in Wernigerode.

 

Idee und Umsetzung:
Prof. Bernd Hanisch, Kunsthochschule Halle
Dr. Christine Fuhrmann, BTU Cottbus
Prof. Daniel Ackermann, Hochschule Harz

 

Bernd Hanisch:
Professur: Produkt- und VR-Design an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle (Saale) in den Studiengängen Multimedia|VR-Design B.A. und Multimedia Design M.A.

Christine Fuhrmann:
Postdoc am Fachgebiet Landschaftsarchitektur an der BTU Cottbus-Senftenberg
Forschungsschwerpunkte:
Studium der Landschaftsarchitektur, Denkmalpflege und Kunstgeschichte, 2016 Promotion an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg über die Landschaftsarchitektur am Bauhaus mit dem Fokus auf Walter Gropius Entwurf Hängende Gärten 1927 für Halle, seit 2008 Akademische Mitarbeiterin an der BTU, Lehre und Forschung mit den Schwerpunkten Landschaftsarchitektur der Moderne, Landscape Urbanism, Geschichte der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung.

 

Daniel Ackermann:
Professur: Produktion interaktiver Medien / Design multimedialer Schnittstellen an der Hochschule Harz
Arbeitsschwerpunkte:
Auseinandersetzung mit Interaktionsgestaltung, Industriedesign sowie multisensuellem Design, 3D-Visualisierung, Rapid Prototyping im physischen und virtuellen Raum

Kloster Ilsenburg

Archiv

2016: Harzansichten 1780 bis 1813

Die Kulturstiftung Wernigerode und Herr Dr. Peter Bode, ein Hamburger Privatsammler, haben sich zu einer besonderen Ausstellung zusammengetan. Mehr als einhundert sehr seltene, zumeist großformatige Harzansichten, die in den Jahren zwischen 1780 und 1830 entstanden sind, werden hier gezeigt – in solch einer Fülle wohl zum ersten Mal. Diese bedeutende Sammlung hat Herr Dr. Bode in über 50 Jahren kontinuierlich und kenntnisreich bei Kunsthändlern und auf Auktionen zusammengetragen. Die vorherrschenden Techniken dieser Ansichten sind Umrißradierung, Aquatinta-Radierung und ab etwa 1820 die Lithografie.

Die Ausstellung bietet Ihnen eine Leistungsschau einer nur etwa 50 Jahre umfassenden Periode, die geprägt ist durch die Entwicklung der genannten Vervielfältigungstechniken.

Kunstgeschichtlich bewegen wir uns in der Übergangszeit vom Spätrokkoko zum Klassizismus, der „Goethezeit“. Aber es ist auch die Zeit französischer Fremdherrschaft, der Armut unter Napoleon und schwieriger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Verhältnisse.

Zur Ausstellung erschien ein reich bebilderter Begleitband mit Texten von Dr. Peter Bode, Dr. Uwe Lagatz und Claudia Grahmann, herausgegeben von Rainer Schulze.
Verlag Jüttners Buchhandlung Wernigerode. Preis 24.50 €

Der Band enthält Ansichten aller ausgestellten Bilder in Farbe, genaue Angaben zu Malern, Stechern, Radierern, Verlegern, Texte zu den Zeitumständen, Angaben aus historischen Reiseführern der abgebildeten Orte. Ferner werden Erläuterungen zu den verwendeten Reproduktionstechniken und den Merkmalen der unterschiedlichen Kolorierung gegeben. Die Publikation ist Nachschlagewerk, Bibliografie, Quellenangabe und attraktiver Bildband zugleich und damit eine Fundgrube für Sammler und Liebhaber historischer Harzansichten. Sie füllt eine Lücke in Darstellung und Dokumentation dieser Vedutenmalerei.

2014: Der Brocken - Eroberung eines Berges

Brockentourismus hat Konjunktur. Kein Berg in Deutschlands Norden erfreut sich so anhaltender Popularität wie der höchste Harzgipfel – und dies seit Jahrhunderten. Selbst Stacheldraht und Mauer konnten zwischen 1961 und 1989 nicht verhindern, dass der Brocken der „Sehnsuchtsberg“ vieler Deutscher blieb. Im Gegenteil: Seine Sperrung unter den Bedingungen des Kalten Krieges beförderte den historisch gewachsenen Mythos sogar noch. Seit Dezember 1989 strömen jährlich weit über eine Million Besucher auf Norddeutschlands höchsten Berg. Kein Wunder, ist doch eine Visite des Gipfels – egal ob zu Fuß, mit der Kutsche oder per Schmalspurbahn – ein Muss, wenn nicht sogar der Höhepunkt einer jeden Harzreise. Viele der Gäste erliegen der Faszination des Berges sogar derart, dass sie wieder und wieder kommen. Nicht zu vergessen die Harzer selbst, die der Brocken in seinen Bann geschlagen hat. Für Wernigerode, zu dessen Stadtgebiet der sagenumwobene Gipfel seit 2009 gehört, ist dieser nicht nur einfach der Hausberg, sondern vor allem ein gewichtiges touristisches Attribut, das es gleichermaßen zu pflegen und zu entwickeln gilt. Einblicke in die traditionsreiche Geschichte des Brockens können dabei helfen, die große Anziehungskraft des Berges zu verstehen und auf dieser Grundlage Konzepte für seine künftige Nutzung und Vermarktung zu entwickeln.

Unsere Ausstellung „Der Brocken – Entdeckung eines Berges“ verdeutlicht die entscheidende Rolle des Brockens für die touristische Entdeckung des gesamten Mittelgebirges. Bisher konnte diese Rolle noch nie so tiefgründig behandelt werden, wie es die vorliegenden Quellen ermöglicht und die Bedeutung des Brockentourismus erfordert hätten. Und es gibt Bilder zu sehen, die bisher unerkannt in den Archiven lagerten. Eine spektakuläre Ausstellung und ein außergewöhnlicher Begleitband. (160 Seiten mit 130 Abbildungen, Jüttners Verlagsbuchhandlung 2014 (Preis: 24.50 €)

2013: Schokolade in Wernigerode

Unsere Ausstellung zeigt die Entwicklung der Schokoladenindustrie in Deutschland bis 1945 und die Wernigeröder Schokoladentradition, die vor 165 Jahren durch einen Wernigeröder Kaufmann begründet wurde. Wir zeigen den Weg der Schokolade vom privilegierten Produkt zum Massenartikel, der auch in Wernigerode mitbestimmt wurde. Heute haben wir in der Stadt einen der größten Schokoladenproduzenten Europas. Hier wurde übrigens vor 85 Jahren durch Karstadt die Schokoladenmarke „Argenta“ begründet! Also gerade der richtige Ort und Zeitpunkt für eine solche Ausstellung. Seit 2002 recherchiert und sammelt Jürgen Will zum Thema Schokolade. Bis heute hat er einen unglaublichen Fundus zusammengetragen, der übrigens immer noch weiter wächst. Sie werden Bekanntes und Seltenes, Ungewöhnliches, kunstvoll Gestaltetes oder einfach Praktisches finden. Lassen Sie sich verzaubern und faszinieren von Pralinenschachteln, Kakaodosen, Schokoladeneinschlägen, Emaillieschildern, Porzellan, Schriftstücken und Werbeartikeln und vielem Anderen. Sicher werden Sie sowohl überrascht und erfreut sein. Ausstellungen gab es schon im Schloß Wernigerode, in Celle und Bernburg.

2011: Harztourismus seit 1550 (Hercynia curiosa)

Die Ausstellung Hercynia Curiosa wurde als Gemeinschaftsproduktion der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt, des Instituts für Geschichte der Otto-v.-Guericke-Universität Magdeburg und der Kulturstiftung Wernigerode mit Unterstützung der Sparkassenstiftung Harz, der Stadtwerkestiftung Wernigerode, der Wernigerode Tourismus GmbH, der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, der Reddersen-Stiftung, der Harzer Schmalspurbahnen realisiert. Eröffnung war am 13. April 2011, um 19.30 Uhr in der Galerie 1530 auf dem Kunsthof, Marktstraße 1. Zur Eröffnung sprachen Prof. Dr. Konrad Breitenborn, (stellv. Direktor der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt), Peter Gaffert (Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode) und Dr. Uwe Lagatz (Wiss. Mitarbeiter am Institut für Geschichte der O.-v.-Guericke-Universität, Magdeburg). Die Ausstellung wurde bis zum 10. Dezember 2011 gezeigt und hatte in dieser Zeit rund 8000 Besucher, die sich begeistert über die Vielzahl von Exponaten, die anregende Präsentation und die professionelle Ausstellungsgestaltung geäußert haben. Während der Ausstellung wurden zahlreiche Führungen von Dr. Uwe Lagatz und Claudia Grahmann durchgeführt, Vorträge zum Harztouismus rundeten das Angebot ab. Insgesamt ist das Projekt Hercynia Curiosa als außerordentlich erfolgreich zu bezeichnen und Ihre Unterstützung war dazu ein unverzichtbarer Beitrag. Zur Ausstellung ist ein Begleitband erschienen, der zahlreiche Abbildungen enthält und die Geschichte des Harztourismus beschreibt.

2010: Karl-Heinz Ziomek

Am Donnerstag, den 15. April 2010, um 19.30 Uhr eröffnet die Galerie 1530 auf dem Kunsthof, Marktstraße 1 die Ausstellung mit Skulpturen zum 80. Geburtstag von Karl-Heinz Ziomek und Pastellen der Halberstädter Malerin Anndore Policek.
Jeder in Wernigerode kennt Karl-Heinz Ziomek! Den Kulturpreisträger, den Holzschnitzer, dessen Arbeiten in der Stadt kaum zu übersehen sind. Von der Weihnachts-Krippe in der Johanniskirche bis zu Figuren im Foyer und einer geschnitzten Platte im Festsaal des Rathauses – Ziomeks Arbeiten sind aus der Stadt nicht wegzudenken. Jetzt wird der vielseitige Künstler 80 Jahre alt. Deshalb widmen wir ihm bis zum August eine Ausstellung in der Galerie 1530 auf dem Kunsthof. Annedore Policek lebt in Halberstadt, sie gehört zu den Künstlerinnen in unserer näheren Umgebung, deren Arbeiten trotz räumlicher Nähe noch nicht oft in Wernigerode zu sehen waren. Nun zeigt sie Pastelle, die zu den Holzarbeiten von Karl-Heinz Ziomek in einer wunderbaren Beziehung stehen. Ihre Pflanzen, Bäumen, Stimmungen bilden eine großartige Ergänzung der geschnitzten Werke.

2009: Walter Herzog von 1963 bis 1980

Architekt, in Berlin tätig, hat sich autodidaktisch seit 1969 mit Zeichnungen und Radierungen befasst. Seit 1980 arbeitet er als freier Graphiker. Von Anfang an neigte sich das graphische Schaffen der Landschaft zu, in der der Mensch Spuren hinterlassen hat. Allerdings scheinen diese Spuren verweht, sind Teil geworden des Werdens und Vergehens. Dass Walter Herzog einer der wichtigsten Zeichner und Radierer der Gegenwart ist, muss nicht wiederholt werden. Aber was lässt sich zu seinen neuen Blättern sagen? Die alten Göttinnen traten lange Zeit bei Herzog nur aus dem Marmor hervor. Heute finden wir auch junge Göttinnen mit herausforderndem Blick, tanzende Kinder und lauernde Katzen. Geblieben sind die einsamen Bäume an Weihern und Kanälen, hohe Ruinenbögen, verlassene Wege und Brücken. Walter Herzog arbeitet noch immer am Rand der Märkte, fern des tosenden Zeitgeists. Auch wer seit 40 Jahren an den Steilufern von Rügen wandert, kann doch auf seinen Blättern Dinge entdecken, die nicht jedermann dort sieht: Drachen aus Treibholz und Wurzelgeflecht, Götterversammlungen aus Buhnen und Findlingen, Wassergeister in sprühender Gischt. – Seine Bilder wollen uns nicht mit dem uralten Kreislauf von Werden und Vergehen versöhnen, aber sie helfen, ihn deutlicher zu sehen: in all seiner Schönheit und mit all seinem Schrecken.

2008: Elise Crola

Elise Crolas Leben umfasste sieben Jahrzehnte. Die junge Frau hatte in ihrer ersten Ehe ein fröhliches und lusterfülltes Leben kennen gelernt. Aus dieser Zeit sind wenige Belege über eine künstlerische Tätigkeit vorhanden. Erst nach der Scheidung begann sie wieder, mehr zu zeichnen. Schon während der Ilsenburg-Aufenthalte, vor der Heirat mit Crola, entdeckte sie die Landschaft für sich. Die einsame Zeichnerin am Ufer der Ilse, wie die Ilsenburger sie erlebten, flüchtete wohl in ihre Kunst vor den Erinnerungen an Lust und Leid der gescheiterten Ehe. Zum eigenen Erleben der Landschaft kam, dass sie mit Crola einen Maler kennen lernte und heiratete, der ein hervorragender Schilderer der Natur war. Auf Spaziergängen, Wanderungen und Reisen entstanden Zeichnungen und Aquarelle, die das gemeinsame Schaffen belegen. Aber sich ganz der Kunst zu widmen, war für eine Frau um 1840 in Preußen schon ungeheuer schwer. Der Wandel im Geschlechtsbild der Frau begann seine Wirkungen zu zeigen. So wurde Elise Crola Hausfrau und Mutter und durch ihr soziales Engagement zur Wohltäterin der Alten und Armen. Für ihre Kunst blieb wenig Zeit. Umso erstaunlicher ist der Umfang ihres hinterlassenen Werkes.

Impressum

Galerie 1530 der Kulturstiftung Wernigerode
Vorstandsvorsitzender: Rainer Schulze
Westernstraße 10, 38855 Wernigerode
Tel. 03943 69 110
Mail: buchhandlung@juettners.de
StNr. 117 143 46 786


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